Was 2014 mit einem Königlichen Erlass und einem zweiköpfigen Team begann, ist heute eine dynamische Organisation mit fast 140 Experten, die Belgiens Cybersicherheitspolitik, Prävention und Krisenreaktion koordinieren. Das ZCB hat sich zu einer vertrauenswürdigen nationalen Behörde und einem internationalen Referenzpunkt für aktiven Cyberschutz entwickelt.
„In zehn Jahren hat sich Belgien von einer reaktiven zu einer resilienten Herangehensweise entwickelt", sagt Miguel De Bruycker, Generaldirektor des ZCB. „Unser Ziel war es nie, Bedrohungen hinterherzujagen, sondern voranzugehen und Belgien zu einer der sichersten digitalen Umgebungen in Europa zu machen."
Ein Jahrzehnt der Innovation und konkreten Wirkung
Von der Integration von CERT.be und Safeonweb bis zur Einführung des Frühwarnsystems BePhish und des Belgian Anti-Phishing Shield (BAPS) hat das ZCB die Art und Weise grundlegend verändert, wie Belgien Cybervorfälle erkennt, verhindert und bekämpft.
Tausende belgische Organisationen nutzen inzwischen Plattformen wie Safeonweb@Work und das CyberFundamentals Framework, um ihre digitale Widerstandsfähigkeit zu bewerten und zu stärken. Mit der Umsetzung von NIS2 spielt das ZCB zudem eine Schlüsselrolle bei der Implementierung der ehrgeizigsten Cybersicherheitsgesetzgebung Europas.
Krisenmanagement und nationale Koordination
Das proaktive, serviceorientierte Modell des ZCB hat seinen Wert in großen Krisen bewiesen, von den Terroranschlägen 2016 über den weltweiten NotPetya-Vorfall bis zum Konflikt in der Ukraine. Die Partnerschaften mit Regierung, Wirtschaft und Wissenschaft haben das belgische Cybersicherheits-Ökosystem zu einem europäischen Beispiel für Koordination und Vertrauen ausgebaut.
„Cybersicherheit dreht sich nicht nur um Technologie, sondern vor allem um Menschen, Partnerschaften und Beharrlichkeit", betont Phédra Clouner, stellvertretende Generaldirektorin. „Gemeinsam haben wir eine Gemeinschaft aufgebaut, die jeden Bürger und jedes Unternehmen schützt, informiert und widerstandsfähiger macht."
Belgien in den weltweiten Top 10
Heute zählt Belgien zu den Top 10 der Länder weltweit in internationalen Cybersicherheitsrankings. Unter Führung des ZCB hat das Land den Vorsitz mehrerer europäischer Netzwerke übernommen, an der Entwicklung der NIS2-Verordnung und des Cyber Solidarity Act mitgewirkt und das Active Cyber Protection (ACP)-Modell eingeführt, ein visionäres Rahmenwerk, das mittlerweile EU-weit als Best Practice anerkannt ist.