20 Okt. 2026 09:52

Den Zugang zur heutigen medizinischen Behandlungen gewährleisten und die zukünftigen Behandlungen vorbereiten

Rückgang der Medikamentenengpässe, Stärkung des Dialogs mit den Patienten sowie die Förderung von Innovationen: Das Jahr 2025 hat erneut gezeigt, wie vielfältig die Aufgaben der Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte im Dienste der Volksgesundheit sind. Das Jahr 2025 war außerdem von der Bearbeitung des Falls eines Samenspenders mit einer Mutation im TP53-Gen geprägt. Dieser Fall betraf viele Familien, erforderte den Einsatz zahlreicher Teams der Agentur und führte zu einer intensiven Analyse und Reflexion.

Wie jedes Jahr veröffentlicht die Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAAG) ihren Jahresbericht. Dieses Dokument gibt einen Überblick über unsere täglichen Tätigkeiten und die von der FAAG im Dienste der Volksgesundheit ergriffenen Maßnahmen sowie die Herausforderungen, die das Jahr geprägt haben.

Er macht aufmerksam auf einige der Maßnahmen, die ergriffen wurden, um den Patienten den Zugang zu sicheren, wirksamen und qualitativ hochwertigen Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zu gewährleisten, Innovationen zu fördern sowie auf neue Herausforderungen im Bereich der Volksgesundheit zu reagieren.

Einige Kennzahlen für 2025

  • 654 Mitarbeiter im Dienste der Volkgesundheit.
  • Es wurden 1.126 Narcoreg-Dossiers (Betäubungsmittel-Bescheinigungen) eröffnet, gegenüber 492 im Jahr 2024.
  • Es wurden 387 Inspektionen bei Vertreibern von Medizinprodukten durchgeführt, gegenüber 221 im Jahr 2024.
  • Es gingen 537 Meldungen zu reproduktiven Zellen und Geweben ein, gegenüber 277 im Jahr 2024.
  • Im Jahr 2025 wurden 30 Rapid Alerts zu Qualitäts- oder Sicherheitsmängeln bei reproduktiven Zellen und Geweben gemeldet, gegenüber 13 im Jahr 2024.
  • Anstieg der Hämovigilanz-Meldungen um 10,44 %.
  • Im Jahr 2025 wurden 395 Presseanfragen bearbeitet, was einem Anstieg von 36 % gegenüber 2024 entspricht.

Innovation und Zugang zu Behandlungen

Die FAAG setzte ihre Bemühungen fort, den Patienten den Zugang zu sicheren, wirksamen und qualitativ hochwertigen Behandlungen zu gewährleisten. Der rückläufige Trend bei Arzneimittelengpässen setzte sich dank der auf nationaler und europäischer Ebene ergriffenen Maßnahmen zur Vorbeugung von Lieferengpässen und zur Begrenzung ihrer Auswirkungen fort. Gleichzeitig setzte die Agentur ihre Innovationsförderung fort, insbesondere im Bereich der klinischen Prüfungen und der Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMP), und gewährleistete dabei weiterhin hohe Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Patientenschutz.

Der Fall TP53: ein außergewöhnlicher Einsatz

Das vergangene Jahr war zudem von der Bearbeitung des Falls eines Samenspenders geprägt, der Träger einer Mutation des TP53-Gens war. Diese außergewöhnliche Situation hat die betroffenen Familien tief getroffen und über viele Monate hinweg einen erheblichen Einsatz der Teams der FAAG erfordert. Dieser Fall hat auch die Experten der Agentur menschlich stark geprägt. Zusätzlich zur unmittelbaren Bearbeitung des Falls hat die Agentur eine umfassende Analyse durchgeführt, um Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und den Schutz der Volksgesundheit weiter zu stärken.

Die Patienten im Mittelpunkt unserer Mission

Die Stärkung des Dialogs mit den Patienten sowie die Verbesserung des Informationszugangs gehörten erneut zu den Zielen der FAAG. Diese Ziele wurden konkret durch die Organisation des Patiententags (November) und die Einführung des Instagram-Kontos der Agentur (März) umgesetzt, das der Verbreitung verlässlicher und für alle verständlicher Informationen dient.

„Die im Jahr 2025 bewältigten Herausforderungen haben erneut das Engagement, die Fachkompetenz und die Professionalität der Mitarbeiter der FAAG bewiesen. Ob es darum geht, Innovationen zu fördern, die Verfügbarkeit von Arzneimitteln sicherzustellen, den Dialog mit den Patienten zu stärken oder außergewöhnliche Situationen wie den TP53-Fall zu bewältigen: Wir haben erneut bewiesen, dass der Schutz der Volksgesundheit unsere oberste Priorität bleibt.“
Hugues Malonne
Hugues Malonne, Generalverwalter der FAAG

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