Prominente, die über Deepfake-Videos Anlageberatung anbieten, oder ein „Freund”, der Sie online auffordert, sich an einem Investitionssystem zu beteiligen und extrem hohe Renditen verspricht: Das sind nur einige Beispiele dafür, wie Anlagebetrüger heutzutage versuchen, Sie zu täuschen. Betrüger haben in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits 15 Millionen Euro durch gefälschte Online-Investitionen von ahnungslosen Belgiern ergaunert. Das geht aus den neuesten Zahlen der FSMA „Online-Investitionen) hervor . Landsleute, die Opfer von Online-Investitionsbetrug wurden, verloren in diesem Jahr durchschnittlich jeweils etwa 37.777 Euro.
Menschen über 50 und Männer sind am häufigsten Opfer von Online-Anlagebetrug. Zwei von drei (65,9 %) Opfern sind Männer. Ebenfalls zwei von drei sind über 50 Jahre alt. Die Technik, mit der Betrüger in diesem Jahr bereits das meiste Geld erbeutet haben, sind gefälschte Online-Handelsplattformen. Auf solchen Plattformen scheinen Privatpersonen selbst Aktien, Anleihen, ETFs, Optionen oder Kryptowährungen handeln zu können, aber in Wirklichkeit überweisen sie nur Geld auf die Konten von Betrügern. Die zweithäufigste Form des Online-Anlagebetrugs ist der Betrug über Recovery Rooms, bei dem Betrüger Ihnen „helfen” wollen, verlorenes Geld zurückzugewinnen.
Um zu verhindern, dass noch mehr Belgier Opfer solcher Betrügereien werden, weitet die FSMA ihre Maßnahmen weiter aus. Im ersten Halbjahr warnte sie unter anderem vor 138 betrügerischen Websites und forderte die Justizbehörden auf, diese zu sperren. Im Mai trat die FSMA auch dem Belgian Anti Phishing Shield (BAPS) bei, einer Initiative des ZCB. Dadurch wird jeder, der eine betrügerische Website aufruft, auf eine Webseite mit einer Warnung umgeleitet. Dieser neue Ansatz ist sehr erfolgreich: Seit dem 15. Mai hat die FSMA 121 Domainnamen von betrügerischen Websites eingegeben; 11.590 eindeutige IP-Adressen wurden dadurch auf die FSMA-Warnseite statt auf eine betrügerische Website weitergeleitet.
Die neue Sensibilisierungskampagne des ZCB ist eine zusätzliche Initiative, um die Belgier für diese Form des Betrugs zu sensibilisieren.